Beratung von Minderjährigen

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Re: Beratung und Jugendschutz(gesetz)

Beitragvon Nicatora » 12 September 2016, 10:59

Dandelion hat geschrieben:Es gibt sehr viele (ausgewachsene!) Frauen, die nicht einmal für sich selbst mehr als max. 25/ 30 Euro für einen BH ausgeben würden (die hören dann auf, hier zu schreiben, was eigentlich schade ist) - das von einem Kind/ der Familie eines Kindes ganz automatisch zu erwarten, halte ich für vermessen.


Das möchte ich gerade nur mal kurz negieren: Ich habe mich hier mit 16 beraten lassen und natürlich konnte ich keine riesigen Bestellungen tätigen. Aber als kreativer, junger Kopf findet man - wenn man es denn will! - seine Wege, um langsam, Stück für Stück, passende BHs zu finden. Und ich habe für keinen meiner BHs mehr als 20€ bezahlt und - tada! - schreibe immer noch hier! Das wollte ich ob deiner Verallgemeinerung nur gerade mal kurz loswerden.
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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon headology » 12 September 2016, 11:07

14. Lebensjahr = das Jahr vor dem 14. Geburtstag.
Und ja, ich finde einen passenden BH als Alltagsgegenstand genauso unverzichtbar wie ordentliche Schuhe. Nachdem dir das offensichtlich aber völlig wumpe ist, erwarte ich da auch kein Verständnis von dir. Setz es also ruhig mit Markenjeans gleich. Aber du hast natürlich recht, wir haben null Erfahrungen mit Familie und Finanzen, denn alle Busenfreundinnen sind spontan zu ihrem 18. Geburtstag in die Welt gesprungen und bewohnen seither Dagobert Ducks Geldspeicher, wo sie völlig unter sich sind. Deswegen fehlt uns auch manchmal der Zugang zur Realität.

Im Ernst, Dandelion, wir haben uns schon stundenlang mit dir auseinandergesetzt und meterweise Text verfasst, aber wir nähern uns nullkommanull aneinander an. Du hast keine Argumente, die mich überzeugen, ich habe offensichtlich keine die dich überzeugen. Und diese moralische "Oh mein Gott, keiner will mich hier verstehen, ihr seid alle so ignorant und gleichgeschaltet"-Nummer, mit der du immer ankommst, weil wir dir nicht recht geben, kekst mich mittlerweile an. Deswegen sehe ich einfach den Sinn nicht mehr, mit dir zu diskutieren, sorry.

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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon Erdbeereis » 12 September 2016, 11:09

Och, eine 14-Jährige darf schon eine ganze Menge... Zum Beispiel wird man mit 14 strafmündig und muss sich, wenn man etwas strafrechtlich Relevantes anstellt, vor dem (Jugend-)Gericht dafür verantworten. Und man ist religionsmündig; man darf aus der Kirche aus- und in eine andere eintreten. Jobben ist auch schon erlaubt, zumindest für solche Fälle wie "Zeitungen austragen".

Und Sex darf man haben, allerdings nur mit jemandem, der selbst schon 14 und noch nicht 18 ist. Und sollte dabei was schiefgehen, darf eine 14-Jährige allein entscheiden, ob sie eine Abtreibung möchte.

Nur, um das mal so ein bisschen einzuordnen in Sachen Kindlichkeit, Entscheidungsbefugnis und Handlungsspielraum. Jemandem, dem ich zutraue, über die Fortführung einer Schwangerschaft zu entscheiden, würde zumindest ich persönlich auch zutrauen, sich einen BH zu kaufen.

Was wir alles nicht wissen, ist, ob das Mädchen noch Brustwachstum vor sich hat, gar noch in dem Maße, dass sich alle drei Wochen maßgeblich was verändert. Wir wissen auch nicht, wie die finanziellen Möglichkeiten der Familie aussehen und wofür man in dieser Familie bereit wäre, das Budget einzusetzen. Ob sie vor der Beratung mit Mama geredet hat oder nach der Beratung mit Mama reden wird. Ob Mama im Falle eines Falles den Thread anstelle ihrer Tochter erstellt hätte oder der Meinung ist, dass das doch mal eine schöne Gelegenheit für die Tochter ist, sich selbständig um etwas zu kümmern. Ich würde da nicht allzu viel spekulieren und unterstellen, und schon gar nicht würde ich diese Unterstellungen noch verallgemeinern.

Bei mir selbst war das Brustwachstum mit 14 abgeschlossen. 50 Euro für einen BH waren eher die Untergrenze (Ich trug schon damals eine ausgefallene Größe). Und ich hatte ein selbst zu verwaltendes Klamottenbudget, mir wurden also keine Klamotten mehr von Mami gekauft, sondern ich habe das selbst gemacht (und dabei eine ganze Menge über vernünftiges Wirtschaften mit den vorhandenen Mitteln gelernt). Hätte meine Mutter sich allzu penetrant in einen Bereich meiner ureigensten Privatsphäre (wie etwa Unterwäsche) eingemischt, hätte ich da ausgesprochen widerborstig reagiert und sie sehr nachdrücklich gebeten... nein, eher nicht gebeten, eher mit allen Mitteln der Teenagerbockigkeit *verlangt* und darauf bestanden, sich rauszuhalten.
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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon Kaylin » 12 September 2016, 11:30

Tl:dr: Wir werden bestimmt in der Beratung auf Größenänderungen hinweisen - für alles andere sehe ich wenig Bedarf.
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Zur Geschäftsfähigkeit verweise ich auf den Taschengeldparagrahen. Hier werden - ich unterstelle ganz bewußt und nicht aus Planlosigkeit - keine absoluten Geldbeträge genannt. Letztlich ist es, wenn denn im Internet gekauft wird, das Problem des Händlers, mit wem er Geschäfte tätigt und unter welchen Bedingungen.

Niemand empfiehlt, BHs alleine und heimlich abseits des Elternwissens online zu bestellen.

Ich habe (vor gut 30 Jahren) in diesem Alter zwingend Dieseljeans für 150 DM haben müssen. Ich habe meine Eltern davon überzeugt, daß es so ist und sie haben sie bezahlt. Dazu bin aber _ich_ in den Laden gegangen und hab sie gekauft. Ich hab sie kaufen dürfen und hätte sie heute noch, wären sie nicht inzwischen den Weg alles irdischen gegangen, wären unmodern und würden sie eh nicht ohnehin nicht mehr passen.

Ich habe, bereits vor diesem Alter, mit meiner Mum zusammen BHs gekauft. Passendere und unpassende für unterschiedlichste Geldbeeträge. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, das war also völlig okay- und auch das haben meine Eltern gezahllt.

Wenn ich hingegen an mein fast 14jähriges Patenkind und seine fast 16jährige Schwester denke: Ich fürchte, trotz guten Verhältnisses, möchten beide ihre BHs ohne die hochnotpeinliche Mutter und die sicherlich in dem Bereich ebenfalls hochnotpeinliche Patentante kaufen.

Die Minderjährigen, die sich hier bisher um Beratung bemühten, waren der Erfahrung nach äußerst realistisch und aufgeklärt - und sind zum Teil noch immer zufriedene Nutzer hier, die das Glück haben, mit passenden BHs erwachsen zu werden *schielt einfach mal zu Aledavia, weil sie mir gerade einfällt*

Abseits dessen: Sicherlich kann man darauf hinweisen, daß sich die Größe in dem Alter möglicherweise noch ein paarmal ändert (ob das allerdings, wenn man bereits bei 70H angelangt ist, noch so massiv sein wird, kann man durchaus zurecht bezweifeln) - das werden wir in Zukunft bestimmt tun - aber das heißt ja nicht, daß man nicht deswegen wenigstens phasenweise passende BHs tragen darf? Und auch passende BHs sind ja dann nicht von heute auf morgen nicht mehr tragbar...

Achja - im übrigen haben ich mir gerade vier (!) englische (!) MarkenBHs für unter 140€ gekauft - ein Einzelpreis von etwa 35 Euro, ohne daß im Sale gewütet hätte - das entspricht etwa den damaligen DM-Preisen meiner BHs (und wir wissen ja alle, daß das eben das heutige Äquivalent ist). Ich weiß, bonprix-BHs kosten die Hälfte, wenn überhaupt. Aber kein Bonprix-BH hat es geschafft, meinem Leben in Bezug auf meine Oberweite die Lebensqualität zu geben, die ich durch dieses Forum, die Beratung hier und die nun endlich passenden BHs erreicht habe.
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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon funky_vaark » 12 September 2016, 12:24

Wir haben doch immer schon Bausteine für jüngere bezüglich Wachstum gehabt... sind die verloren gegangen?

Meiner ist:
In deinem Alter befindet sich deine Brust noch im Wachstum. Daher solltest du ganz besonders beachten, dass die obigen Empfehlungen als Startgrößen zu sehen sind, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch verändern werden! :)
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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon Angie86 » 12 September 2016, 13:34

Erdbeereis hat geschrieben:Bei mir selbst war das Brustwachstum mit 14 abgeschlossen. 50 Euro für einen BH waren eher die Untergrenze (Ich trug schon damals eine ausgefallene Größe). Und ich hatte ein selbst zu verwaltendes Klamottenbudget, mir wurden also keine Klamotten mehr von Mami gekauft, sondern ich habe das selbst gemacht (und dabei eine ganze Menge über vernünftiges Wirtschaften mit den vorhandenen Mitteln gelernt). Hätte meine Mutter sich allzu penetrant in einen Bereich meiner ureigensten Privatsphäre (wie etwa Unterwäsche) eingemischt, hätte ich da ausgesprochen widerborstig reagiert und sie sehr nachdrücklich gebeten... nein, eher nicht gebeten, eher mit allen Mitteln der Teenagerbockigkeit *verlangt* und darauf bestanden, sich rauszuhalten.


Auch wenn das Brustwachstum bei mir mit 14 glaub noch nicht abgeschlossen war (wobei das schwer zu sagen ist, ich hab stetig zugenommen und die Brüste sind eben mitgewachsen), war das mit dem Klamottenbudget bei mir ziemlich ähnlich, und darüber bin ich auch sehr froh :)

Ich wär allerdings noch glücklicher gewesen, wenn ich das BF-Forum damals schon gekannt hätte bzw wenn es das damals schon gegeben hätte... Oder wenn ich einfach schon mit 16 erfahren hätte, dass es auch BHs gibt, die im Cup größer als D oder E sind, und dass ein im Rücken hochrutschendes UBB ein Hinweis auf ein zu großes UBB ist... Das hätte mir allerhand unschöne Erfahrungen erspart :( Daher find ich das super, dass sich hier auch jüngere Mädels beraten lassen! Und mir kommt gerade die Idee, dass es toll wäre, wenn dieses Thema Einzug in Schulen halten würde, z. B. in geschlechtergetrennten "Aufklärungsstunden" o.ä...
(Dann müsste sich auch kein Mädel mehr (wie ich mit 12) so dumme Sprüche wie "du hast doch Silikonbrüste" anhören müssen!)
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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon Winter Lake » 12 September 2016, 13:39

Hier ein paar Worte zum Rechtlichen und der Aufgabe von Busenfreundinnen bei Beratungen (zu allem anderen wurde schon genug gesagt):

Es kann nicht die Aufgabe von Busenfreundinnen sein (und es ist noch dazu unmöglich), sich darum zu kümmern, was minderjährige Beratene nach der Größenempfehlung anstellen. Die Erstberatung ist dafür da, in Sachen passender BHs aufzuklären und das wurde alles erfüllt.
Es ist absurd, dass du davon schreibst, eine Mutter hätte entweder gar keine Ahnung von Internetaktivitäten der Tochter, oder sie würde über jeden einzelnen verfassten Satz der Tochter in Internetforen Bescheid wissen und sogar für die Tochter schreiben... Das wäre eine dermaßen übertriebene Aktion.
Ich habe auch nicht behauptet, dass die Eltern über den Beitrag in diesem Forum Bescheid wissen: eher darüber, dass die Tochter nun herausgefunden hat, welche BH Größe(n) sie eigentlich wirklich tragen sollte, damit alles schön hält und keine Beschwerden auftreten. Dann wissen die Eltern Bescheid, dass die Tochter vielleicht neue BHs möchte und dann kann man auch die Erlaubnis der Eltern einholen, die bei Diensten wie Amazon, diversen anderen Onlineshops und Paypal nötig ist.

Es ist erst mal die Entscheidung der Verkäufer, ob sie mit Minderjährigen Geschäfte machen möchten. Zumindest Paypal und Amazon schließen das aus. Hier werden also die Eltern benötigt.
Gibt es einen Onlineshop, der Geschäfte mit Minderjährigen nicht ausschließt, und kann der Minderjährige eine Bezahlweise nutzen, kann der Vertrag sofort wirksam sein durch §110 BGB. Taschengeld wurde von den Eltern zur freien Verfügung gestellt, insofern darf ein Minderjähriger auch mit angesammeltem Taschengeld Dinge wirksam erwerben.
Dann gibt es noch die Möglichkeit der vorherigen Einwilligung der Eltern für einen wirksam Vertrag, oder die rückwirkende Genehmigung der Eltern.
Ich kann aber nur noch mal betonen, dass das eine Sache der Minderjährigen und deren Eltern ist.

Außerdem gibt es durchaus auch Schnäppchen in Onlineshops. Du sprichst die ganze Zeit von 50€+. Auf sunnydessous habe ich heute einen Panache Porcelain in 28GG für 17€ gesehen. Es bleibt doch jedem selbst überlassen, wieviel Geld er ausgeben möchte.
Du kannst einer 14-Jährigen mit Sicherheit die Verantwortung überlassen, selbst zu entscheiden, wieviel Geld sie für ihre BHs ausgeben möchte. Und wenn sie es nicht mit Taschengeld kaufen möchte, sondern mit Extra-Geld von den Eltern, entscheiden das eben die Eltern für sie und nicht ein Mitglied bei Busenfreundinnen.

PS: Es wird auf das Thema eingangen. Es ist allerdings nicht schön, wie dann jedes Mal Argumente oder andere Meinungen mit schnippischen, gehässigen Bemerkungen und herbeigezogenen Vermutungen beantwortet werden.
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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon stillesWasser » 13 September 2016, 12:59

Nochmals zur rechtlichen Situation:
Wenn sie dann noch aufgefordert worden wären, Fotos in Unterwäsche ins Netz zu stellen ("geschützter Raum" und "ohne Kopf" zählt da gar nichts!), wäre ich direkt zur Polizei gegangen.

Welchen Tatbestand sollte das denn erfüllen?
Meiner Erfahrung nach hat man nicht mal dann eine Chance, gegen Fotos von Kindern in Unterwäsche im Internet vorzugehen, wenn sie in eindeutiger Absicht, also in aufreizenden Posen fotografiert sind, und wo es nach gesundem Menschenverstand wirklich, wirklich angebracht wäre.

Was dann bei einem harmlosen Verwendungszweck wie hier strafbar sein soll, würde mich interessieren.
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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon Winter Lake » 13 September 2016, 13:35

stillesWasser hat geschrieben:Nochmals zur rechtlichen Situation:
Meiner Erfahrung nach hat man nicht mal dann eine Chance, gegen Fotos von Kindern in Unterwäsche im Internet vorzugehen, wenn sie in eindeutiger Absicht, also in aufreizenden Posen fotografiert sind, und wo es nach gesundem Menschenverstand wirklich, wirklich angebracht wäre.


Das ist rechtlich schon abgedeckt, zumindest durch §§184, 184b-d StGB. Wobei man dadurch die Legaldefinition von pornographischem Inhalt beachten muss. Das wäre in dem von dir genannten Fall aber natürlich gegeben. Das Problem ist wohl eher die Praxis, da solche Dinge nur auf Antrag verfolgt werden. Wobei ich mich mit den Rechtsprechungen in dem Bereich nicht auskenne, weiß also nicht, welche Probleme hier regelmäßig auftreten.

Sonst gibt's noch § 201a Abs. 3 StGB, bei der es nicht auf pornographischen Inhalt ankommt, sondern nur darauf, dass das Bild Nacktheit einer Person unter 18 Jahren zum Gegenstand hat. Das wird aber nur bestraft, wenn die Herstellung/Anbietung/Anschaffung gegen Entgelt erfolgte. Wobei dann noch ausgelegt werden muss, was genau "zum Gegenstand haben" bedeutet und ab wann man von Nacktheit spricht. Im StGB selbst kenne ich mich aber nicht aus, habe lediglich ein paar einschlägige Normen gefunden.
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Re: Beratung von Minderjährigen

Beitragvon Vanilla » 13 September 2016, 16:17

Zum Rechtlichen gibt's da noch den § 33 KunstUrhG - also Nebenstrafrecht. Da ist von Verbreitung ohne Einwilligung die Rede -bezieht sich auf § 22 KunstUrhG. Die Vorschriften sind hier nachzulesen, wen es interessiert.

Bei Minderjährigen ist es so, dass diese bekanntlich nicht wirksam einwilligen können, das hat WinterLake schon anschaulich erläutert. Daher bedarf es bei der Einwilligung in § 22 KunstUrhG auch der Eltern - das wiederum ist im BGB geregelt, § 1629 BGB
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