Bruststraffung - Kostenübernahme?

Brustkrebsvorsorge und andere Themen, die die Gesundheit der Brüste betreffen.

Bruststraffung - Kostenübernahme?

Beitragvon Luja2308 » 14 Juni 2015, 19:22

Hallo :)
Ich leide sehr stark unter meiner Brust, sie sehr stark hängt. Von der Brustfalte enden die Brüste erst 9 Zentimeter abwärts davon.
Auch mit Größe 28i/J sind sie noch hat gerade klein. Ich würde gerne ohne Scham ins Freibad gehen, oder einfach mal keinen BH anziehen
Es ist nicht nur das, sondern dass es mich wirklich sehr belastet!

Hat jemand von euch bei einer KK einen Antrag für eine Kostenübernahme für eine Straffung gestellt? Wenn ja, was ist daraus geworden? Und wie viel würde übernommen?

(PS: nein, das Problem ist nicht mit einem passenden BH behoben!)
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Re: Bruststraffung - Kostenübernahme?

Beitragvon Erdbeereis » 15 Juni 2015, 09:52

Hallo, Luja2308,

zunächst mal eine Frage: Bist Du sicher, dass das, wonach Du fragst und was Du möchtest, auch wirklich eine *Straffung* ist? Bei einer Straffung wird im Prinzip etwas Haut entfernt und danach vernäht. Kleiner werden die Brüste dadurch nicht, und auch nur unwesentlich gehoben. Entsprechend muss eine Straffung in der Regel auch selbst bezahlt werden. Verkleinerungen hingegen können unter bestimmten Umständen von der Krankenkasse übernommen werden.

Ansonsten tut es mir vor allem leid, dass Dich das Thema so sehr belastet. Und ich würde Dir von Herzen wünschen, dass Du ohne Scham ins Freibad gehst. Um ehrlich zu sein träume ich von einer Welt, in der *jede* Frau ganz unbelastet ins Freibad geht und dort ihren Spaß hat, ohne auch nur einen einzigen Gedanken daran zu wenden, ob sie sich für ihren Körper etwa schämen müsste. Denn mal ganz unter uns: Niemand muss sich für seinen Körper schämen. Egal wie der aussieht. Menschen sind verschieden, Brüste sind verschieden. Und jeder Mensch ist okay, ganz genau so, wie er ist. :)
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Re: Bruststraffung - Kostenübernahme?

Beitragvon Luja2308 » 15 Juni 2015, 14:20

Naha, ich möchte einfach dass meine Brüste nicht mehr hängen. Und ich haben kleine Brüste um von der KK eine verkleinierubg zu beantragen. :/
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Re: Bruststraffung - Kostenübernahme?

Beitragvon Sahnetier » 15 Juni 2015, 15:55

Luja2308 hat geschrieben:würde gerne ohne Scham ins Freibad gehen, oder einfach mal keinen BH anziehen

Hallo liebe Luja2308,
dass Dir Deine Brüste so zu schaffen machen, tut mir leid.
Von Bruststraffung habe ich aber leider gar keine Ahnung.
Warum schämst Du Dich, wenn Du ins Freibad gehst? Weil Deine Brüste hängen und sie Dir zu groß sind, oder ist nur das Hängen das Problem?
Meine Brüste hängen auch, aber in meinen Bikinis sieht das keiner, vielleicht können wir Dir ja auch (erstmal) mit Tipps für einen neuen Bikini helfen.
Liebe Grüße vom Sahnetier
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Re: Bruststraffung - Kostenübernahme?

Beitragvon Mary » 15 Juni 2015, 16:18

Liebe Luja,

um ehrlich zu sein finde ich 9cm jetzt gar nicht so absonderlich viel. Ich habs gestern abend mal bei mir ausgemessen und komme auf mehr. Das soll natürlich deinen persönlichen Leidensdruck nicht schmälern, sondern vielleicht einfach nur eine Relation für dich sein, dass es anderen Frauen auch genauso geht und du damit nicht alleine bist. :) Ohne BH laufen können übrigens auch nur sehr sehr wenige Frauen ohne sich dabei unwohl zu fühlen. Meist sind das Frauen mit eher kleinen Brüsten oder junge Menschen und auch da eben auch bei weitem nicht alle. Den Wunsch ohne BH draußen rumlaufen zu können kann ich total nachvollziehen, ich hatte ihn selbst oft genug wenn ich oder mein Freund beim schlafen auf den Brüsten lagen und es wehtat oder wenn ich mir beim auswärts schlafen ohne BH drunter so doof und unförmig vorkam oder wenn die anderen Mädchen in meiner Klasse sich zum Abschlussball oder für ihr Sommertop keine Gedanken machen mussten, wie sie die BH-Träger verstecken, einfach weil sie gar nicht unbedingt einen BH brauchen. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass auch mit etwas weniger hängender Brust du eben nicht ohne BH laufen könntest/würdest. Die meisten Frauen "können" dies nicht bzw tun dies nicht.

Passende BHs können hängende Brüste per se gar nicht beheben. Manchmal werden Brüste *etwas* straffer und weniger hängend, aber eben wirklich nur etwas und das ließe sich bestimmt nur an einem Zentimeter oder so festmachen. Überdehnte, schlaffe Haut kann niemand wieder straff hinbekommen außer halt durch abschneiden. Was passende BHs können ist das Tragegefühl, die Stabiltität und die Optik zu verbessern. Wenn ich einen gefitteten BH trage sieht man gar nicht das die Brust eigentlich sehr hängt. Mittlerweile habe ich auch Bademode gefunden, die die Brüste gut anhebt, sodass auch Freibad kein Problem mehr darstellt. Also passende BHs können den Umgang mit den durch eine stark hängende Brust entstehenden Problemen vereinfachen, aber die Brüste werden dadurch nicht weniger hängen.

Zur Kostenübernahme bei KK: Ich habe mal einen Antrag für eine Behandlung stellen müssen, wenn auch für etwas ganz anderes. Das Prinzip ist aber immer dasselbe: Du musst bei so einem Antrag der Krankenkasse beweisen, dass du enorme, länger schon bestehende Probleme durch deine hängende Brust hast, die im "Idealfall" auch langfristige gesundheitliche Negativfolgen haben wird. Sprich es reicht nicht zu sagen "liebe Krankenkasse, ich fühl mich sooo unwohl und leide sehr darunter, bitte hilf mir". Du musst eine ganze Reihe von Attesten vorlegen, die die medizinische Notwenigkeit (!!) belegen. Die Psyche heranzuziehen bringt wenig, höchstens wenn du eine Therapie gemacht hast und dir bei wenigstens einem kompletten, besser noch zwei Therapiezyklen eben nicht geholfen wurde und du dafür eben Nachweise vorlegen kannst und am besten noch ein Attest des Arztes/Psychologen, dass eine OP das Problem lösen würde. Besser sind körperliche Gründe, warum diese OP unbedingt notwendig ist. z. B. eine über mehrere Jahre dokumentierte Krankengeschichte mit wunden, offenen Stellen oder Abzessen in der Brustfalte, hevorgerufen durch die stark hängende Brust. Haltungsschäden und Rückenschmerzen, die trotz regelmäßigen Sports, Rückenübungen, Physiotherapie etc nicht weggehen. Und das alles dokumentiert über mehrere Jahre mit ärtzlichen Attesten, dass diese OP notwendig und medizinisch sinnvoll ist.

Wenn die Krankenkasse das Gefühl hat, sie spart sich mit dieser Einmalinvestition jahrelange teure Folgekosten, und wenn man die KK direkt mit aussagekräftigen Attesten von verschiedenen Stellen überschüttet und damit zu verstehen gibt, dass man ein nein nicht akzeptieren wird, Widerspruch einlegen wird bei einer Absage und sich das auch antun würde noch eine zweite und dritte Runde lang weitere angeforderte Atteste zu sammeln und von der KK stattdessen vorgeschlagene Maßnahmen durchzuziehen, dann übernimmt sie die Kosten eher.

Wenn du diese ganzen Papiere zusammenkriegen kannst, dann kannst du versuchen eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu erwirken. Allerdings sollte man sich da nie allzu große Hoffnungen machen und mit einer Vorstellung beim medizinischen Dienst rechnen, denn die Krankenkassen haben wenig Geld und weigern sich gerne schonmal Brustverkleinerungen zu bezahlen, wo Frauen die entsprechenden Nachweise haben. Eine Bruststraffung ist für die eher noch "unwichtiger" und wird vermutlich noch weniger freigiebig bezahlt. Vor allem muss man aber schon im Vorfeld damit rechnen, dass es eine ganze Weile dauern kann, die entsprechenden Atteste alle zusammenzukriegen.

Wie du siehst sind die Aussichten auf so eine Kostenübernahme nicht übermäßig groß und es braucht wirklich einigen Atem, das alles durchzuziehen. Ich wünsche dir trotzdem, dass du deinen Weg findest. Und solange können wir dir doch bestimmt mit passenden BHs und Bikinis/Tankinis/Badeanzügen helfen
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Re: Bruststraffung - Kostenübernahme?

Beitragvon Kratze » 16 Juni 2015, 11:40

Soweit ich weiß von den Beiträgen hier im Forum übernehmen die sogar Brustverkleinerungen nur bei sehr großen Größen im Verhältnis zum sonstigen Körpergewicht. Bruststraffung würde als rein kosmetisch gesehen, das wird vermutlich nicht klappen :/

Aber ehrlich gesagt ist ne 9cm Brustfalte normal. Haben viele in der Größe. Hab ich auch in etwa. :) Damit will ich dir natürlich nicht absprechen dass du damit unglücklich bist, aber lass dich von dem Werbemist nicht verarschen, dass das anormal sei oder so. Ist es nicht :)

Was das Freibad angeht, kann ich gut sitzende Bikinis (ich mag die gepaddeten Balconettes von Freya) empfehlen. Man muss etwas suchen, aber man kann da was richtig schickes finden. Von Triangelbikinis hab ich mich einfach irgendwann verabschiedet 8-)

Vielleicht findest du die "normal breast gallery" interessant (NSFW): Eine Bildergalerie mit Brüsten von normalen Frauen. Damit man mal abseits von Photoshop und Pornoindustrie weiß, wie die Brüste der meisten Frauen wirklich aussehen. http://www.007b.com/breast_gallery.php
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Re: Bruststraffung - Kostenübernahme?

Beitragvon Luja2308 » 18 Juni 2015, 16:55

Vielen Dank für die aufmunternten Worte :) Ihr seid echt lieb!
Aber trotzdem ist das Problem damit nicht aus der Welt geschaffen...
Hat jemand Erfahrungen mit DÄS (Bruststraffung)? Die sollen (laut Erfahrungen) recht gut sein und preislich auch im Rahmen halten
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