Brust-OP?

Brustkrebsvorsorge und andere Themen, die die Gesundheit der Brüste betreffen.

Re: Brust-OP?

Beitragvon Mary » 27 Juni 2013, 14:49

Allgemein scheint es mir bei OPs, die die KK bezahlen kann aber nicht muss, so zu sein das es auch darauf ankommt wie man den ersten Antrag stellt. Ich habe es auch nur aus der Erzählung anderer und aus dem Internet von Betroffenen, aber da wird teilweise relativ blauäugig der erste Antrag gestellt und sich gewundert das der abgelehnt wird (ich habe auch eine OP machen lassen, die die KK nicht hätte zahlen müssen. Aber eben nicht die Brust, von daher passt es nicht ganz. Aber das Antrags-stellen und die Problematik drumrum ist letztendlich das gleiche).

Man muss um sowas bezahlt zu bekommen schon vorher einen ganzen Ärtzemarathon absolvieren und von möglichst vielen Ärtzen Atteste einreichen, dass man Probleme durch die zu großen Brüste hat. Das ganze dann möglichst mit Angaben wielange diese Probleme schon vorliegen und zu welchen Problemen die zu große Brust in näherer Zukunft führen wird inkl der dann nötigen Maßnahmen. Am besten in der Art, dass man die KK dann nur noch mehr kosten wird, evtl nicht mehr arbeiten kann etc... Man muss die KK quasi erschlagen mit Attesten, am besten gleich auch mit welchen die schon mehr als 6 Monate alt sind. Irgendwelche jahrealten Arztbriefe die belegen, dass gewisse Probleme schon lange bestanden und bereits ergriffene Maßnahmen nichts gebracht haben (bei Rückenschmerzen z. B. Physio und Haltungsänderungen, bei Entzündungen unter den Brüsten stets durchgeführte Behandlung ohne langfristige Besserung etc).

Natürlich ist es dann aber immernoch abhängig von dem Menschen, den man da erwischt. Ich bin doch sehr dankbar das ich nicht zum MKD musste und mein Antrag damals sehr schnell bewilligt wurde. Aber wir haben die KK auch mit Attesten, Nachweisen und Hinweisen auf Maßnahmen, die die KK selbst gezahlt hat, aus den letzten knapp 10 Jahren und den verschiedensten medizinischen Bereichen totgeworfen. Da hatten die dann quasi gar keine andere Wahl als es zu bewilligen, denn es wurde ja auch deutlich das dort wirklich Handlungsbedarf besteht, schon lange an dem Problem gearbeitet wurde, längerfristig sich die Probleme verstärken und zu teureren (von der KK zu zahlenden) Maßnahmen führen würden und sich der Patient offensichtlich wirklich viel Mühe gegeben hat und es wirklich ernst meint und nicht einfach abschütteln lässt.

Problem an der Sache ist natürlich, dass erst was gezahlt wird, wenn die Probleme einen schon lange belasten. Allerdings soll eine Brust-OP ja eben auch nicht aus einer plötzlichen Laune heraus gezahlt werden. Und man muss halt zusehen, dass man seine medizinischen Unterlagen gut beisammen hat... Dann ist eine Bezahlung überhaupt nur möglich.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon karotte » 27 Juni 2013, 16:13

Anira hat geschrieben:
Ich hab da einfach mal Deine Maße aus der Sidebar genommen und mit denen einer handelsüblichen Tabelle verglichen - da kam die 85C raus. Dass das em Lääwe net sitzt, ist klar - aber die "offiziellen" Werte, die für die berühmten 80% sorgen, behaupten das halt.

was für eine Tabelle?

85C kann ich jetzt auch nicht nachvollziehen.
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Zwischen Deinem lockerem UB und Deinem stehend gemessenen BU liegen 20cm, was nach dieser Tabelle genau an der Grenze zwischen 85D und 85E liegt.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Cathartica » 27 Juni 2013, 23:20

karotte hat geschrieben:85C kann ich jetzt auch nicht nachvollziehen.
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Zwischen Deinem lockerem UB und Deinem stehend gemessenen BU liegen 20cm, was nach dieser Tabelle genau an der Grenze zwischen 85D und 85E liegt.
:-O *verlegen* Oha... I haz the dumb. Tpipfheler-Alarm! *erschrocken* Weiter oben hatte ich's noch richtig geschrieben, beim zweiten Mal, äh... ja. Sorry für die Verwirrung! Ich geh grad mal nach einer großen braunen Tüte zum übernkoppziehen gucken. *sichschäm*
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Tusensköna » 28 Juni 2013, 10:18

headology hat geschrieben:Wäre mir jetzt auch ganz neu, daß prophylaktische Mastektomie etwas ist, das die KK übernehmen. (Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege.)


In unserer Lokalzeitung war ein Interview mit einem Arzt von einem Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs und dieser sagte, dass die KK die prophylaktische Mastektomie bezahlen, wenn man mindestens eine der beiden bekannten Genveränderungen, die für Brustkrebs verantwortlich sind, trägt. Die Mastektomie allein verringert aber nach seiner Aussage das Krebsrisiko nicht sooo stark, weil viele Frauen dann statt an Brustkrebs an Eierstockkrebs erkrankten. Deshalb bringe es am meisten, sowohl eine Mastektomie als auch eine Eierstockentfernung durchführen zu lassen. Als Alternative nannte er aber ausdrücklich häufige Vorsorgeuntersuchungen (bei erhöhtem Risiko zahlt die Krankenkasse wohl auch Ultraschall). Und ich glaube, er sagte auch, dass in den Brustkrebszentren die Beratung damit beginnt, dass die Patientin erst mal darüber nachdenken soll, ob sie überhaupt den Gentest machen möchte. Auch dazu wird wohl nicht jeder geraten. Finde das Interview leider nicht online.

Ob der Wiederaufbau der Brust ebenfalls von den Kassen übernommen wird, stand, glaube ich nicht drin. Eine Freundin kennt aber eine Frau (ja, ich weiß, viele Ecken, deshalb natürlich keine Gewähr für die Richtigkeit der Informationen), die eine prophylaktische Mastektomie hat durchführen lassen und bei ihr wurden wohl die Mastektomie und der Wiederaufbau (mit Silikonkissen) getragen - aber den nach einigen Jahren notwendigen Austausch der Silikonkissen muss sie selbst bezahlen.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon headology » 28 Juni 2013, 14:14

Danke für die Erklärung, Mary. Ich glaube auch daß 'einfach so' einen Antrag auf Kostenübernahme stellen eher nervenaufreibend ist als zielführend.

Die BH-Größe "herkömmlich nach Tabelle" zu bestimmen heißt, Brustumfang minus Unterbrustumfang = Körbchengröße. z. B. beim mir 109 - 83 = 26 >> ca. 85G. Bekanntermaßen haut das nicht hin, weswegen so viele Frauen auch nach Zurateziehen einer Tabelle bei keiner guten BH-Größe herauskommen.

Nur als Randnotiz, weil ich das immer sagen muß, wenn die Grafik auftaucht: der Mittelteil, also die Übersetzung der Größensysteme ist totaler Quatsch. Siehe u.a. dazu meinen Blogpost "Lost in Translation".

Und danke auch für deine Ausführungen, Tunsensköna. *sonne*
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Re: Brust-OP?

Beitragvon karotte » 28 Juni 2013, 14:53

*sichschäm*
Ich hab auf die Schnelle leider keine andere Tabelle oder Grafik im Brawiki gefunden. Ich hab mir noch überlegt, den unteren Teil abzuschneiden, weil der ja gar nicht gebraucht wird und hier zusätzlich verwirrt, war dann aber doch zu faul.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon headology » 28 Juni 2013, 19:21

Ja, ich wollte es nur sagen, quasi prophylaktisch, weil die Umrechenlegende sich so hartnäckig hält. Wir haben mal alle Tabellen rausgeworfen, weil sie vor allem verwirrend und wenig hilfreich waren... /OT
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Knuzi » 9 August 2013, 16:39

Ich habe bald eine Brustverkleinerung bei einer Größe von 28H. Ich habe großen Bammel vor der OP und würde es bei 75D denke ich nicht mal in Erwägung ziehen da das eigentlich eine gängige Größe ist. Letztendlich muss es aber jeder für sich selber entscheiden.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Niffindor » 9 August 2013, 17:03

Mit "dass muss jeder für sich selbst entscheiden" liegst du genau richtig, finde ich. Ich hab früher mal drüber nachgedacht, als ich noch versucht habe, mir 75C passend zu zuppeln. Ich trage aktuell 30G, was ja vom Cup rein rechnerisch 28GG entspricht, also sehr nah an deiner Größe dran ist. Ich hege momentan nicht einen Gedanken daran... Es ist also - zumindest bei mir - eher eine "jetzt"-Einstellung...
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Seepferdchen » 9 August 2013, 17:08

Dann drück ich dir mal die Daumen für die OP, Knuzi! *daumendrück*
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