Brust-OP?

Brustkrebsvorsorge und andere Themen, die die Gesundheit der Brüste betreffen.

Re: Brust-OP?

Beitragvon destiny » 27 Februar 2020, 11:44

Hallo ihr Lieben,

ich war echt lange nicht mehr online, aber freue mich daher umso mehr hier mal wieder reinzuschauen! :) Aus aktuellem Anlass wollte ich mal sehen, ob das Thema Brust-OP nicht hier auch behandelt wurde und siehe da, ich habe genau den richtigen Thread gefunden. Leider bin ich mittlerweile immer unzufriedener mit meinem A Körbchen und möchte am liebsten eine bis zwei Nummer aufstocken. Eine Freundin mit ähnlichen Maßen hat neulich 255 g Silikon bekommen und das sah wirklich top aus! Da möchte ich am liebsten auch hin! Allerdings habe ich mächtig Respekt, wenn nicht sogar Angst, vor der OP. Nun bin ich auch seit zwei Monaten Mama von einem kleinen, süßen Mädchen, was die Sorgen natürlich nicht gerade schmälert. Die Risiken einer OP sind einem ja bewusst und ganz ungefährlich ist der Eingrif ja schließlich nicht. Ein paar aktuelle, positive Erfahrunsgberichte würden mich vielleicht gerade etwas bestärken und mir meine Ängste nehmen. Lag in der letzten Zeit zufällig jemand unter dem Messer? Ich habe nun sogar schon überlegt, ob ich vor der OP bei einemVersicherer wie diesem eine Lebensversicherung abschließen soll oder gar müsste. Wie sind hier eure Erfahrungen/Meinungen? Mir geht es wirklich in erster Linie um den Schutz meines Kindes. Ich habe einfach Sorge, dass dann doch etwas passieren könnte und möchte unter keinen Umständen, dass meine Tochter dadurch in irgendwelche Nöte kommt. Ich fühle mich mittlerweile aber einfach nur noch unwohl in meinem Körper und möchte die OP daher so sehr...

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Re: Brust-OP?

Beitragvon Bea80 » 5 Juli 2020, 13:05

Hast du dich denn schon mal mit entsprechenden Ärzten beraten? Die Kliniken bieten doch immer Vorgespräche an.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Taenzerin » 12 Juli 2020, 22:24

Ich habe mich jetzt eine ganze Weile durch diesen Thread gelesen, wobei ich Beiträge zur Brustvergrößerung ebenso nur überflogen habe wie die Leiden-Abwertenden Beiträge und Diskussionen über die psychische Gesundheit von OP-Wunsch.

Ich bin inzwischen tatsächlich da angekommen, wo ich ernsthaft über OP (Verkleinerung) nachdenke - und ohne optischen Gründe. Ich war vor über 10 Jahren zum ersten Mal hier, habe mir passende BHs gekauft, immer wieder mit Formen herumprobiert, und immer wieder kurzfristig an meiner Dysphorie (merke: nicht Dysmorphophobie. Das ist etwas anderes.) gearbeitet.
Ich kann meine Brüste und meinen Körper schön finden. Ich habe mit Akzeptanz gearbeitet - über Jahre. Ich habe mit BHs und einer Korsage experimentiert.
Das Ding ist - meine Brüste machen mich unfrei. Ja, es gibt passende BHs für mich. Das ist toll, und hat mich die letzten 10 Jahre überstehen lassen. Und gleichzeitig bin ich von den elenden Dingern abhängig, was jegliche wilde Bewegung angeht. Ich kann nicht übermütig aus dem oder abends ins Bett springen, ohne dass mir die Brüste weh tun. Ich kann nicht schnelle Seiten- oder Vorwärtsbewegungen machen (vom Hocker steigen. sich nach etwas recken. etwas fallendes auffangen ...) ohne das es weh tut - und im Zweifelsfall noch ne Brust in den Weg gerät. Ich muss beim Liegen immer wieder händisch meine Brüste drapieren, weil ich sie sonst mit den Armen oder dem Körper einklemme. Für jegliche "normale" lebensfrohe Bewegung brauche ich einen verdammten BH.
Für sportliche Bewegung - und dazu zählt teilweise schon Fahrrad fahren, oder schnelleren Schrittes zum Bus gehen - braucht es einen Sport-BH, die normalen BHs reichen dafür einfach nicht. Dazu kommt, dass die Schwankungen in der Größe zT dazu führen, dass ein BH der morgens noch gut gepasst hat, abends überquillt. Ich muss jeden Tag aufs neue feststellen, welcher meiner BHs heute vielleicht passen kann, überlegen, was ich evtl vorhabe - null spontanität erlaubt, außer ich trag einfach direkt den Sport BH, was ich an den meisten Tagen mache. Da muss ich also nur noch drauf achten ob ich den 32GG oder H oder HH brauche heute - aber die verzeihen auch alle etwas mehr oder weniger, machen die Schwankungen also noch mit am besten mit.
Abends möchte ich nur noch raus aus dem Panzer - der mich zwar erfolgreich vor der Welt schützt, aber auch ein Panzer ist, und erstens warm und zweitens dann doch irgendwann auch drückt und juckt.

Von den Brustschmerzen und der mangelnden Bewegungsfreiheit abgesehen kommen Rückenschmerzen dazu - die sich langsam hocharbeiten. Die Lendenwirbelsäule hab ich einfach schon so lange, wie ich Brüste habe - an die 25 Jahre, später kam die Brustwirbelsäule dazu, die ist inzwischen auch seit 10 Jahren oder länger chronisch. Das neuste sind Schultern und Nacken, wo ich noch gegen Chronifizierung kämpfe...

Meine Korsage zu tragen ist toll, vor allem meine Schultern lieben sie - aber weder ist es gut, den Rückenmuskeln permanent ihre Arbeit ab zu nehmen, noch die Atmung dauerhaft so zu beschränken, sie ist nicht wirklich geeignet unter "modernen" Klamotten, und, ehrlich gesagt - es ist auch wieder nur eine Rüstung.

Muskelaufbau habe ich mehrere Jahre lang gemacht (wurde nur Coronabedingt unterbrochen), hilft aber auch nicht wirklich.

Mein Traum ist es, morgens aus dem Bett hüpfen zu können, meine Yogaübungen im Schlafzeug machen zu können, wenn ich Lust habe den HulaHoop von der Wand zu nehmen und ne Weile zu tanzen, ohne mich vorher in meine Brustrüstung zu werfen.
Es ist mir inzwischen völlig egal, wie mein Oberkörper dann aussieht, ob Narbengewebe sichtbar ist, was aus meinen Mamillen wird - ich will mich einfach mal unbeschwert bewegen können, spontan sein können ohne andauernd an meine Brüste denken zu müssen.

(Ich wollte zwischendurch mal ohne OP ausprobieren, wie es gehen könnte, und habe mir einen Binder bestellt (das ist, was viele weiblich-zu-männlich oder weiblich-zu-neutral Transgender u Enbies verwenden um ihre Brüste ab zu binden und flacher zu wirken), aber selbst da falle ich aus dem Rahmen - bei meinem Brustumfang wird von einem breiteren Rippenkorb und breiteren Schultern ausgegangen. Ich bin an dem Thema noch dran - OP würde eh noch ewig dauern, ich hab noch nicht mal die Beratungsgespräche geführt oder irgendwas - aber habe auch den Eindruck, dass eine neue, andere Art von Panzer mich nicht glücklich machen wird.

Ich will diese Last einfach los sein. Ja, ich habe zwischenzeitlich heftig Dysphorie in Bezug auf meine Brüste - schon immer gehabt. Die passenden BHs haben sie immer wieder fern gehalten und mir ein recht depressionsfreies Leben möglich gemacht, aber es reicht nicht mehr.
*ausbruch*
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Aletris » 13 Juli 2020, 17:06

Ich kann deine Überlegungen gut verstehen, zumal du ja jahrelang alles ausprobiert hast, was die Welt ohne OP an Lösungen anbietet. Selbst wenn es "nur" die Optik wäre - es lassen sich ja auch Leute die Zähne richten oder die Nase verkleinern und die Kasse übernimmt die Kosten, wenn das Problem groß genug ist. Was du an Baustellen mitbringst, geht ganz weit darüber hinaus. Ich glaube absolut, dass eine OP in manchen Fällen eine vernünftige Lösung sein kann, und drücke dir die Daumen für deine Entscheidung.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Mahakali » 14 Juli 2020, 13:15

Es tut mit furchtbar leid, dass Du so leidest.
Ich kann Dir nur den Tip geben, zu einem Beratungsgespräch zu gehen.
Lass Dir Deine Möglichkeiten zeigen und denk dann in Ruhe darüber nach.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon lynn89 » 28 Juli 2020, 21:27

Hallo zusammen :)

Ich finde, dass kann nur jede Person für sich entscheiden und man sollte es niemals machen, wenn andere Menschen es sich wünschen. Beides ist vollkommen in Ordnung, wenn das der Wunsch ist.
Gerade bei großen Brüsten sind die Schmerzen manchmal groß, sodass eine Verkleinerung eine Lösung ist :)
Ich persönlich würde meine Brüste nicht verändern wollen, aber jeder so wie er will.

LG, Lynn
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Taenzerin » 16 Dezember 2020, 21:04

Ich will diese Last einfach los sein. Ja, ich habe zwischenzeitlich heftig Dysphorie in Bezug auf meine Brüste - schon immer gehabt. Die passenden BHs haben sie immer wieder fern gehalten und mir ein recht depressionsfreies Leben möglich gemacht, aber es reicht nicht mehr.


Ich hatte inzwischen ein Vorgespräch in einer Klinik, mit einer sehr lieben Ärztin, die mich für mein Gefühl gut beraten, aber auch über Risiken aufgeklärt hat. Und ich habe einen Antrag an die Krankenkasse gestellt, der erstmal abgelehnt wurde "keine Indikation erkennbar, mit den konventionallen Maßnahmen fortfahren", gegen den ich ein heftiges Widerspruchschreiben eingelegt habe, inklusive Aufzählung der "konventionallen Maßnahmen", die ich schon versucht habe und die nicht reichen. Sogar meine Orthopädin hat mir ein Schreiben ausgestellt, dass sie die OP befürwortet - und ohne weiteren Kommentar hat die Kasse es jetzt genehmigt. Ich muss quasi nur noch einen Termin mit der Klink ausmachen (was Pandemiebedingt grade etwas stockt, ist auch klar), und dann kann ich das ganze angehen.
Ich bin hin und hergerissen zwischen ungläubigkeit, dass es dann doch so schnell ging und Freude / Tagträumerei.
Die erste Ablehnung hat ganz schön reingehauen, ehrlich gesagt, auch wenn sie sehr lieb formuliert war drumherum war es doch mega invalidierend ... aber die Zusage erleichtert mich soooooo sehr....
*freu*

Ich wollte das mal hier lassen.
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Re: Brust-OP?

Beitragvon stillesWasser » 17 Dezember 2020, 16:20

Beim ersten Mal Ablehnen scheint wohl bei vielen selbstgewählten OPs die Standardprozedur zu sein. Musst du nicht persönlich nehmen.

Was ich mich selbst schon gefragt habe: Kann man sich eigentlich aussuchen, auf welche Größe man reduziert? Hast du dir schon überlegt, wo du hin willst? Und wie funktioniert da der Dialog, wenn man in gefitteten Größen denkt, die Ärzteschaft aber in den weithin üblichen?
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Kaylin » 18 Dezember 2020, 16:13

Offtopic: Bei meinem Mann hat die KK dreimal nach Papieren gefragt, die wir nachreichen sollten, dann hat sie abgelehnt. Blöd nur, dass sie mir nach dem zweiten Mal den Eingang eben jener Papiere bestätigt hatten. Die Dame, die die Ablehnung schrieb...24 Stunden und einen durchaus höflichen Brief an Sie und ihren Vorgesetzten später und wir hatten die Zusage...
Das scheint wirklich gängig zu sein.

Umso schöner, dass nun doch genehmigt wurde, ich wünsch dir alles Gute!
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Re: Brust-OP?

Beitragvon Taenzerin » 19 Dezember 2020, 17:02

stillesWasser hat geschrieben:Was ich mich selbst schon gefragt habe: Kann man sich eigentlich aussuchen, auf welche Größe man reduziert? Hast du dir schon überlegt, wo du hin willst? Und wie funktioniert da der Dialog, wenn man in gefitteten Größen denkt, die Ärzteschaft aber in den weithin üblichen?


Ich kann nur begrenzt wählen, es muss im Rahmen des "machbaren" sein. Ich wollte ja sehr einfach und klar "so wenig wie geht". Das hab ich auch klar gemacht. Und die hat erklärt was weg kann, und welche Masse sinnvoll stehen bleiben / neu geformt wird (ich glaube es hatte auch was mit den Mamillen zu tun, und wie/wo die sitzen? und wie die Brustbasis so angelegt ist. Und so), also es klang schon gut fundiert. Sie sagte, dass es wohl keine "A" werden wird, aber "eine B-C" wird zu schaffen sein, sie wird sich Mühe geben es so wenig wie möglich zu machen.

Und ich *glaube* (ich hab nicht nachgefragt), dass die "Körbchengröße" bei den pastischen Chirougen da tatsächlich eher eine Verhältnisgröße ist, wie auch bei der "Näh-Körbchengröße". Also ein A bedeutet eher ein x:y Verhältnis auf den Brustkob bezogen als eine feste Masse / Größe. Und damit kennen wir uns ja wiederum auch aus. ;)

Danke für eure guten Wünsche! :D
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